Infoportal zu Gesundheitsauswirkungen von Schadstoffen

Übergewicht (Adipositas)

Die Zahl der Personen, die an krankhaftem Übergewicht leiden, hat sich in vielen europäischen Ländern seit den 1980er Jahren  verdreifacht, und die Zahlen steigen weiterhin dramatisch an. Seit Beginn der 1990er Jahre hat sich die Rate der Übergewichtigen in der Europäischen Unionmehr als verdoppelt. Das Problem betrifft nun einen von sechs Erwachsenen in Europa.

Wissenschaftliche Untersuchungen zur Rolle von Chemikalien bei der Enstehung von Fettleibigkeit liegen in großer Anzahl vor. Einige der als “Endokrine Disruptoren” bekannten Substanzen wurden als Auslöser für krankhaftes Übergewicht identifiziert, da sie den Stoffwechsel so umprogrammieren können, dass vermehrt Fettzellen produziert werden.Zahlreiche Tierversuche haben gezeigt, dass DDT und andere langlebige Schadstoffe sich im Fettgewebe anreichern. Von dort aus wirken sie sich auf die Bildung von Fettzellen und auf den Insulinspiegel aus.

Im jüngsten Forschungsreport der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die Effekte hormonell aktiver Chemikalien bei Menschen schließen die Autoren aus Tierversuchen, dass deren Einwirkung auf Schwangere bei den Nachkommen im Erwachsenenalter zu Stoffwechselstörungen, Gewichtszunahme und Typ-2-Diabetes führen kann.

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