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NATIONAL: Informationsveranstaltung zu hormonell wirksamen Chemikalien und Gesundheit in München

Nachrichten,Newsletters March 19, 2015 3:15 pm

Am 5. März hat HEAL hat gemeinsam mit Women in Europe for a Common Future (WECF) und dem Frauengesundheitszentrum e.V. eine Informationsveranstaltung zum Thema „Chronische Krankheiten, Gesundheitsprobleme und Chemikalien: Was ist der Zusammenhang?“ im Eine Welt Haus in München am 5. März 2015 organisiert.

Bei der Veranstaltung wurde Folgendes präsentiert:

  • Die neuesten Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weitere relevante wissenschaftliche Erkenntnisse über hormonell wirksame Substanzen, sogenannte endokrine Disruptoren. Immer mehr Studien haben in den letzten Jahren einen Zusammenhang zwischen Chemikalien und Krankheiten wie Brustkrebs, Fettleibigkeit, aber auch Gesundheitsproblemen wie verminderte Spermienqualität und Infertilität aufgezeigt
  • Beteiligungsmöglichkeiten zur Prävention von chronischen Krankheiten in anstehenden politischen Entscheidungsprozessen
  • HEALs Bericht zu Kosten von hormonell bedingten Krankheiten in der EU und welche Rolle endokrine Disruptoren spielen

Während der Veranstaltung am Vormittag hat Alexandra Caterbow vom WECF zuerst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zu hormonell wirksamen Chemikalien präsentiert.

Die Präsentation finden Sie hier

Gudrun Kemper von Breast Cancer Action Germany hat ihre Arbeit im Bereich Beratung und Prävention zu Brustkrebs vorgestellt. Dabei wurden vor allem die Ansätze zur Primärprävention erläutert.

Die Präsentation finden Sie hier

Im Rahmen des Projekts Chemikalien Gesundheit Europa hat Nadia El Bennich von HEAL den Bericht zu „Kosten von hormonell bedingten Krankheiten und welche Rolle endokrine Disruptoren spielen“ präsentiert und dabei die Kostenberechnung für Deutschland präsentiert. Gesamtkosten für jede Kranheit in Deutschland vorgstellt.

Für Deutschland betragen die Gesamtkosten der endokrin-bezogenen Erkrankungen und Leiden etwa 101 714 Millionen Euro pro Jahr. Wenn etwa 5% dieser Gesamtkosten sich auf die Belastung durch endokrine Disruptoren beruhen würde, könnte dies für Deutschland Kosten bis zu 5 085 Millionen Euro jährlich sein.

Die Präsentation zu HEALs Bericht finden Sie hier

Den Nachmittag nutzten die TeilnehmerInnen der NGOs, Gesundheits- und Patientengruppen Der Nachmittag bestand aus einem Workshop mitfür einen Austausch zu den Möglichkeiten für die Schwerpunkten Prävention sowie zur, Zusammenarbeit zzwischen den Gruppen wischen NGOs, Gesundheits- und Patientengruppen im Bereich Gesundheit und Umwelt in Deutschland. Die Teilnehmer diskutierten über Herausforderungen in ihrer täglichen Arbeit und schlugen Ideen für zukünftige gemeinsame Projekte und Veranstaltungen vor, um die Prävention und Sensibilisierung über hormonell wirksamen Chemikalien auf nationaler Ebene zu fördern. Insbesondere sollte das Bewusstsein bei Schwangeren und über Kindergesundheit erhöht werden. Bürger sollten besseren Zugang zu mehr Informationen über tägliche Konsumerprodukte haben, um ihre Exposition selbständig verringern zu können.

Mehr Informationen:

HEAL’s gesamter Bericht „Health Costs in the European Union. How much is related to EDCs?” (auf Englisch)

Stellungnahme von HEAL (auf Deutsch)

HEAL’s Pressemitteilung (auf Deutsch)

HEAL’s internationale Kampagne „EDC freie Zukunft“

WECF Deutschland.Chemikalien, Gesundheit

Breast Cancer Action Germany.Unabhängiges Inforportal zu Brustkrebs

Frauengesundheitszentrum in München

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